Laurisilva – Lorbeerwald auf Madeira

Lorbeerwald


Wo ist der Lorbeerwald?

Der Laurisilva, der Lorbeerwald auf Madeira macht heute ungefĂ€hr noch 20 % der InselflĂ€che aus und steht unter Naturschutz. Die FlĂ€che betrĂ€gt damit ungefĂ€hr 150 qkm. Sein Ökosystem wurde am 2. Dezember 1999 als UNESCO Weltnaturerbe unter Schutz gestellt. Im Norden findet man ihn zwischen 300 und 1.300 m, im SĂŒden zwischen 700 und 1.200 m Höhe.

Laurisilva - Lorbeerwald auf Madeira

Pflanzenwelt Àhnlich der Kanarischen Inseln

Die Pflanzenwelt erinnert an das Europa im wĂ€rmeren TertiĂ€r. Durch die Eiszeit verschwanden diese aus Europa und dem Mittelmeeraum. Ähnliche WĂ€lder findet man nur noch auf den Kanarischen Inseln und etwas verĂ€ndert noch in SĂŒdspanien und Nordafrika. Die WĂ€lder sind sehr feucht und beherbergen auch endemische Fauna, wie z.B. die Silberhalstaube, die sich von den FrĂŒchten des Azoren-Lorbeer ernĂ€hrt.

Laurisilva - Lorbeerwald auf Madeira

Weitere Baumarten auf Madeira

Weitere Baumarten sind der Madeira-Lorbeer, Barbusano, Galgenbaum, Kanaren-Stechpalme und Stinklorbeer, ein Verwandter des Avocado. Im Unterwuchs findet man Farne, wie den riesigen Wurzelnden Kettenfarn mit WedelgrĂ¶ĂŸen bis zu 2 m. Man findet ferner MĂ€rzveilchen, Hainveilchen, StorchschnĂ€bel und Schöllkraut.

Laurisilva - Lorbeerwald auf Madeira

Wozu braucht man Lorbeer?

  • Der Echte Lorbeer wird als GewĂŒrzpflanze verwendet: Das Aroma der BlĂ€tter des Lorbeerbaums passt zu Suppen, Eintöpfen, Fleischgerichten, aber auch zu Fisch. Die BlĂ€tter dienen auch zum WĂŒrzen eingelegter Gurken und Heringe, fĂŒr SĂŒlzen und zur Essigaromatisierung.
  • LorbeerblĂ€tter sind Bestandteil des Bouquet garni in der französischen KĂŒche.
  • LorbeerfrĂŒchte wurden frĂŒher in hautreizenden Salben verwendet, die auch gegen LĂ€use und KrĂ€tzemilben verwendet wurde
  • Lorbeeröl ist eine butterartige, grĂŒnliche Masse, die bei circa 30 °C schmilzt und durch Auspressen der LorbeerfrĂŒchte gewonnen wird
  • Bei Pferden fördern hyperĂ€misierende Einreibungen am Huf das Hornwachstum.
  • Das Lorbeeeröl findet heute Anwendung als Duftkomponente in der ParfĂŒmerie und fĂŒr Liköre.
  • Lorbeeröl enthĂ€lt auch die zur Körperreinigung, Hautpflege und Heilung eingesetzte Aleppo-Seife, je nach Rezeptur einen Ölanteil von zwei bis 60 Prozent bei der Herstellung.
  • Es wurde behauptet, dass der Echte Lorbeer zu Trance und Bewusstseinsstörungen fĂŒhrt, wenn er in grĂ¶ĂŸeren Mengen genossen wird. Wissenschaftlich ist dies jedoch nicht belegt

Lorbeer

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