Wie lange braucht man um Madeira zu umrunden?

Wandern auf Madeira


Madeira umrunden, mit Auto, zu Fuß oder mit Rad

Um die Insel Madeira zu umrunden, muss man sich durch einige StĂ€dte und Dörfer begeben. Es gibt eine KĂŒstenstraße, die sich hoch hinauf in die Berge schlĂ€ngelt und dann wieder hinunter ans Meer. Madeira ist eine große, doch auch bergige Insel. Der höchste Berg befindet sich im Inneren der Insel und ist 1.862 Meter hoch.

Madeira umrunden mit dem Mietwagen

Wer die Insel jedoch umrunden möchte und sich einen Mietwagen vor Ort nimmt, der muss 161 Kilometer zurĂŒcklegen. Aufgrund der Höhenunterschiede und schmalen Straßen dauert dies knappe 3,5 Stunden. Doch dafĂŒr darf es keinen Stau geben, auch nicht in der Hauptstadt der Insel, in Funchal, die an einen Berg gebaut ist und wo es sich gern mal staut, da die Straßen sehr eng sind und der Verkehr auch hier immer mehr wird.

Der Weg, der einmal rund um die Insel mit dem PKW fĂŒhrt beginnt in Machico und fĂŒhrt ĂŒber Funchal, Arco da Calheta, Ponta do Pargo, Ribeira da Janela, Sao Vincente und Porto da Cruz. Dies sind alles grĂ¶ĂŸere StĂ€dte mit interessanten SehenswĂŒrdigkeiten. Bei einem Besuch in der Hauptstadt ist die Kathedrale SĂ© sehr sehenswert, doch auch eine Sessellifttour auf den Berg von Funchal kann ein besonderes Highlight sein, vor allem an sonnigen und klaren Tagen.

Den Weg zurĂŒck kann man zum Beispiel mit einem der modernen Holzschlitten nehmen, die schon seit Jahrhunderten hier Tradition sind. Wer sich nĂ€her zu der Natur hingezogen fĂŒhlt, als an der SĂŒdkĂŒste, sollte sich einen Stopp in der Stadt Ponta do Pargo nehmen, der durch seinen Leuchtturm bekannt ist, der hoch oben ĂŒber den Meer steht und schon so manches Schiff von den Klippen fernhielt. Heute ist dort ein CafĂ© drin und man kann nachmittags mit einem wundervollen Blick ĂŒber das Meer hier Kaffee und Kuchen zu sich nehmen.

Weiter geht es in den Norden der Insel zur Stadt Sao Vincente. Bereits 1692 wurde der Ort berĂŒhmt fĂŒr seine kleine Kapelle, die mitten in der Bucht auf einem Berg erbaut wurde. Auch heute kann man die viele Treppen noch hinaufgehen und den Ausblick genießen. Auch die Höhlen sind einen Besuch wert. Vor Millionen Jahren wurden diese durch mehrere Wunder der Natur gebildet und noch dazu einen Vulkanausbruch. Der Norden hat so manche wunderschöne Orte, unter anderem auch Santana mit seinen typischen Madeira-HĂ€usern, die heute noch erhalten und hoch oben ĂŒber dem Meer stehen. Sie ziehen jĂ€hrlich sehr viele Touristen an. Von da aus geht es ĂŒber Porto da Cruz wieder zurĂŒck nach Machico.

Madeira mit dem Rad einmal umrunden

Anders als mit dem Auto, kann man Madeira mit einem Mountainbike in nur 5 Tagen einmal umrunden. Der erste und letzte Tag wird fĂŒr die An- und Abreise freigehalten und so ist es möglich die Insel binnen einer Woche einmal zu umfahren. Canico ist der erste Etappe und von hier aus geht es die 25 Kilometer ĂŒber Camacha und Porto da Cruz.

Man sollte ein erfahrener Biker sein, wenn man die Insel in kurzer Zeit befahren möchte, denn von HĂŒgeln wird hier nur sehr selten gesprochen, es sind alpine VerhĂ€ltnisse und das auf einer Entfernung von Maximal 90 Kilometern. Ein ewiges Hoch und Runter kann nur mit einem Ebike oder Mountainbike Spaß machen.

Der Aussichtspunkt Portela steht hierbei ganz groß auf dem Programm. Am zweiten Tag geht es dann von Porto da Cruz ĂŒber Santana nach Sao Vincente. Nun steigert man die Tour um 10 km. Gestern waren es 25, heute schon 35. Santana ist der Startpunkt der heutigen Etappe. Hier kann man die kleinen spitzdĂ€chrigen HĂ€user bewundern und von dort aus, geht es dann 6 Kilometer weit nach oben, nĂ€mlich 500 Höhenmeter.

Von dort aus zieht sich der Weg wieder nach unten und 15 Kilometer an der KĂŒste entlang. Am dritten Tag geht es hinauf bis nach Porto Moniz, auch wieder 35 Kilometer, ein Auf und Ab der Superlative. Hier gibt es die Naturbadebecken von des Ortes, die ein Highlight sind und nach vielen Stunden Schwitzen natĂŒrlich auch genutzt werden können. Schöner, kann es hier gar nicht zugehen. Am nĂ€chsten Tag geht die Reise weiter nach Calheta, nun sind wir schon 45 Kilometer unterwegs, genau, wie am letzten Tag bis in die Hauptstadt Funchal. Hier gibt es eine wunderschöne Strandpromenade, zahlreiche GeschĂ€fte und LĂ€den, sowie eine Seilbahn, hoch hinauf ins Gebirge mit einem Blick ĂŒber die Fenchelbucht.

Das Wandern ist des MĂŒllers Lust…

Die dritte Möglichkeit gibt es, die Insel zu umwandern. Ein Wandereldorado der Superlative bezeichnet man die bergische Insel aus Vulkangestein mitten im Atlantik. Hier gibt es nicht nur den höchsten Berg zu erwandern, nein, sondern auch noch andere Routen entlang des Meeres oder weit hinauf ins Gebirge. Kondition ist daher schon mitzubringen.

Auf knapp 2000 Kilometern Wanderwegen ist die Insel kreuz und quer zu erkunden. Einige der schönsten Wanderrouten befinden sich im Inland, fĂŒhren hoch hinauf in das Gebirge der Blumeninsel und wieder steil hinab zu den KĂŒstenorten. 500 und mehr Meter GefĂ€lle sind dabei keine Seltenheit.

Es gibt Wege, die damals zu Transportzwecken gebaut worden sind oder auch zur Instandhaltung der Levadas. Heute sind das die beliebtesten Wanderrouten der Insel und können von den Urlaubern unsicher gemacht werden. Dabei sind diese jedoch sicher angelegt, egal in welcher schwindelerregenden Höhe.

Einer der beliebtesten Wanderwege ist der hoch hinauf zum Pico Ruivo, dem wohl höchsten Berg mit knappen 1.900 Metern. Es ist ein Panoramaweg, von dem aus man die Weite des Meeres sehen kann, doch auch die gigantischen TĂ€ler, die die Insel zu dem machen, was sie ist. Einige der schönsten Wanderungen sind Rabacal und die 25 Quellen, die mit dem Risco-Wasserfall eine der gigantischsten Routen sind. Auch das Ostkap mit der Halbinsel Sao Lourenco ist eine Wanderung wert. Denn auch hier kommt man an viele Orte nur zu Fuß. Auf dem Weg von Rabacal bis Fanal gibt es sehr viele Schluchten, die bis hinunter zum Meer reichen. Hier kann man abgelegene Wege und wilde Natur erleben.

Auch Porto Moniz hat seine schönsten SehenswĂŒrdigkeiten. Der Wanderweg von hier geht bis nach Calheta am Levada Nova. Dieser Weg lĂ€sst sich besonders gut Wandern, wenn man die atemberaubende Landschaft und vielen WĂ€lder erkunden möchte.

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