PaĂșl da Serra

Hochebene Paul da Serra Bild: Harald Lordick CC BY-SA 3.0
Hochebene Paul da Serra Bild: Harald Lordick CC BY-SA 3.0


Im Inneren Madeiras erstreckt sich eine HochflĂ€che, die einen reizvollen Kontrast zur Landschaft der ĂŒbrigen Insel bietet, da sie beinahe eben ist und eine nur spĂ€rliche, heideartige Vegetation aufweist.

Man erreicht die rund 1300 m hochgelegene Ebene ĂŒber eine Abzweigung nördlich des Encumeada-Passes. Der Aufstieg fĂŒhrt oftmals durch dicke NebelbĂ€nke. Wenn sich die Wolken lichten, hat man einen weitreichenden Blick in das Tal. Vorsicht ist geboten, da unvermittelt Felsbrocken auf der Fahrbahn liegen können.

Straße zur Paul da Serra Hochebene
Straße zur Paul da Serra Hochebene

Es gab einmal PlĂ€ne, den internationalen Flughafen hierhin auf die einzige Ebene Madeiras zu verlegen, die aber zum GlĂŒck fallengelassen wurden. Die HochflĂ€che ist unbewohnt und die wenigen Straßen verlaufen meistens ĂŒber viele Kilometer schnurgerade. Ansonsten stellt nur ein Windpark zur Stromerzeugung einen sichtbaren menschlichen Eingriff dar.

Encumeada-Pass

Wer die Insel nicht entlang der KĂŒste umrunden möchte, um von Funchal in den Norden zu gelangen, der nimmt die R104, die Ribeira Brava an der SĂŒdkĂŒste mit SĂŁo Vicente an der Nordseite verbindet.

Die Straße fĂŒhrt an einer gĂŒnstigen Stelle ĂŒber das Gebirge, da hier sowohl auf der SĂŒd- als auch der Nordseite FlußtĂ€ler in das Gebirgsmassiv eingeschnitten sind. Die Straße muss somit zunĂ€chst nur einen gemĂ€ĂŸigten Anstieg bewĂ€ltigen.

Encumeada-Pass
Encumeada-Pass

SpĂ€ter beginnen auf dem letzten StĂŒck die Serpentinen bis schließlich der Encumeada-Pass erreicht ist, der mit 1007 m Höhe die flachste Stelle des GebirgsrĂŒcken bildet. Die umgebenden Berge sind immerhin noch 500 m höher.

Auf dem Weg nach oben eröffnen sich tolle Aussichten bis der höchste Punkt erreicht ist. Hier gibt es einen kleinen Parkplatz, wo man unbedingt einen Stopp einlegen sollte, da von dort sowohl die Nord- als auch die SĂŒdkĂŒste Madeiras zu sehen sind – entsprechend gutes Wetter natĂŒrlich vorausgesetzt.

Zentrales Hochgebirge

Das zentrale Bergland weist Höhen bis ĂŒber 1800 m auf. Der höchste Berg der Insel, der Pico Ruivo, liegt hier. Mit 1861 m ist er sogar einer der höchsten Berge Portugals.

Pico do Arieiro Foto: Markus Bernet CC BY-SA 2.0
Pico do Arieiro Foto: Markus Bernet CC BY-SA 2.0

Von Funchal aus erfolgt der einfachste Zugang ins Gebirge am Pico de Arieiro. Dorthin kann eine gut ausgebaute Straße zur Gipfelstation mit Parkplatz genommen werden. Schon an diesem Ausgangpunkt bieten sich beeindruckende Ausblicke in tiefe TĂ€ler und kann ĂŒber teilweise schmale Grate Richtung Pico Ruivo wandern. Ein wenig Kondition und Schwindelfreiheit sind schon erforderlich, ansonsten aber ist die Strecke ohne bergsteigerische Kenntnisse zu bewĂ€ltigen. Vorsicht: es kann streckenweise rutschig sein.

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