Das milde Klima schafft die Voraussetzung fĂŒr eine ĂŒppige Vegetation. Madeira schmĂŒckt sich daher mit dem Beinamen ‘Blumeninsel’. Jedem Besucher werden die prachtvollen Blumen in und um Funchal auffallen.

Viele dieser Pflanzen wurden aus tropischen oder subtropischen LĂ€ndern eingefĂŒhrt. So begann man im 19. Jahrhundert Parkanlagen und GĂ€rten mit exotischen Blumen zu verschönern, die im milden und feuchten Klima Madeiras gut gedeihen konnten.

In zahlreichen Parkanlagen, GĂ€rten und lĂ€ngs der Wege ist diese ĂŒppige BlĂŒtenpracht heute zu bewundern. Ein Besuch in einem der botanischen GĂ€rten (z.B. Jardim BotĂąnico) rund um Funchal sollte zu jedem Madeira-Urlaub gehören.

Blumeninsel Madeira

Neben den eingefĂŒhrten Pflanzen besteht die heimische Vegetation aus rund 800 Arten, von denen etwa 15 Prozent endemisch sind, also nur auf Madeira existieren. Vom Festland isoliert hat sich auf Madeira eine besondere Flora entwickelt, die Ähnlichkeiten mit der Vegetation der Kanarischen Inseln und den Azoren aufweist.

Die ursprĂŒngliche Waldform ist der Lorbeerwald mit dem Azoren-Lorbeer (Laurus azorica) als Hauptelement. Dieser stellt eine Reliktform dar, die frĂŒher auch auf dem europĂ€ischen Kontinent verbreitet war.

Echium candicans

Allerdings ist der Lorbeerwald heute auf Madeira weitgehend verschwunden. Landwirtschaftliche Nutzung und die VerdrĂ€ngung durch eingefĂŒhrte Pflanzen haben das heimische Ökosystem schwer geschĂ€digt und verursachen nun zahlreiche Umweltprobleme wie verstĂ€rkte Erosion und Wasserknappheit. Heute wird versucht, den Lorbeerwald, der 1999 in die Weltnaturerbenliste der UNESCO aufgenommen wurde, zu erhalten und die heimische Vegetation zu stĂ€rken.

Echium candicans
Aeonium glutinosum

Fauna
Ähnlich wie in der Pflanzenwelt sind zahlreiche Tierarten Madeiras endemisch, also nur hier anzuteffen. Dies trifft besonders auf Insekten- und Vogelarten zu. Die Urform des Kanarienvogels (Serinus canaria) stammt aus den KĂŒstenregionen der Insel. Allerdings wirkt er mit seiner grĂŒngrauen Farbe wesentlich unscheinbarer als seine gezĂŒchteten Verwandten.

Als einzige heimische SĂ€ugetiere auf der Insel finden sich FledermĂ€use. Auf den Ilhas Desertas gibt es eine kleine Kolonie von Mittelmeer-Mönchsrobben (Monachus monachus), die zu den am stĂ€rksten gefĂ€hrdeten SĂ€ugetierarten ĂŒberhaupt zĂ€hlen und auf den Ilhas Desertas unter strengen Schutz stehen.

Auf Madeira gibt es eine lange Walfang-Tradition. FrĂŒher wurde Jagd auf Pottwale gemacht, die in diesen Breiten vorkommen. Dies ist aber lĂ€ngs Vergangenheit. Heute stehen die Wale unter Schutz.

Die Fischwelt rund um die Inseln besteht vor allem aus Tiefseearten, deren Reichhaltigkeit man auf den MÀrkten der Insel bewundern kann. Dazu gehören Rotbarsch, Thunfisch und der Espada, ein schwarzer Degenfisch.

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